Das Gay Bankers Network war eine informelle Gruppe von schwulen und lesbischen Bankern und Finanzdiensleistern. Das Netzwerk hatte rund 200 Mitglieder aus Großbanken, Sparkassen und Raiffeisenbanken sowie Privatbanken. Regelmäßige Treffen fanden in Frankfurt, Berlin und Nürnberg statt. Bei der Recherche bin ich darauf gestoßen, dass die Website nicht mehr funktionierte. Noch am selben Tag meldete sich Martin mit dem unten stehenden Kommentar, der das Ende des Netzwerks erklärt. Sehr schade!
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Hallo Andreas,
das GBN gibt es nicht mehr - hier die näheren Infos:
Liebe Mitglieder von GBN,
wie haben in den letzten beiden Jahren versucht, ein Berufsgruppen-Netzwerk für lesbische und schwule Finanzdienstleister mit Leben und Aktionen zu füllen.
Mit einigem Schwung und Ideen haben wir in einer kleinen Gruppe begonnen, unsere Vision einer institutsunabhängigen Interessenvertretung umzusetzen. Insbesondere für MitarbeiterInnen kleinerer Institute, die kein eigenes Diversity Netzwerk haben, sollte das Gay Bankers Network als feste Größe etabliert werden.
Aufbauend auf den bestehenden Stammtischen zum Erfahrungsaustausch haben wir durch Umfragen, Mitarbeit in übergreifenden Aktivitäten etc. diese Idee forciert.
Ziel war es, GBN als Ansprechpartner sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zu etablieren. GBN sollte Interessen, Erwartungen und Bedürfnisse von Arbeitnehmern publik machen oder auch bei innerbetriebliche Problemen als außenstehende Institution vermitteln können, ohne dass ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin sich im Betrieb outen müsste. Langfristig sollte GBN dazu beitragen, ein offenes Klima für Lesben und Schwule in der oftmals sehr konservativen Finanzwelt zu schaffen.
Das war unsere Vision.
Zur Umsetzung von Ideen bedarf es Mitstreiter und daran hat es leider gemangelt. Da auch das Feedback, z.B. bei der letzten Umfrage oder bei den Stammtischen nicht eindeutig ausgefallen ist, sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass für ein Gay Bankers Network in der von uns gedachten Form kein Bedarf besteht.
Aus diesem Grunde werden wir vom Kernteam unsere Aktivitäten einstellen. Die Homepage wird ab demnächst abgeschaltet, es gibt keine (zentralen) Newsletter mehr, die Yahoo-Group werden wir auflösen.
Hallo Martin,
vielen Dank für Deinen Kommentar mit der Erklärung zum Ende des GBN. Ich habe daraufhin meinen obigen Beitrag überarbeitet.
Es ist wirklich traurig, dass Euer Netzwerk am Mangel von Mitstreitern gescheitert ist. Ich habe selbst nach dem Studium für eine Bank gearbeitet und die in Teilen doch sehr steife Atmosphäre empfand ich manches mal als bedrückend - ein Lichtblick war unser kleiner schwuler Stammtisch in Form gelegentlicher Mittagessen mit schwulen Kollegen. Letztlich bin ich dann nach meiner Promotion in die Medienbranche gewechselt, weil ich mir eine offen schwule Karriere in der Bankwelt zumindest damals nicht so richtig vorstellen konnte.
lg, Andreas